Machalilla Nationalpark

Der Machalilla Nationalpark liegt in der Provinz Manabí und erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 55.000 Hektar.

Das Gebiet ist heterogen und setzt sich aus drei Sektoren zusammen. Die Bereiche zwischen dem Süden von Puerto Cayo und dem Norden von Machalilla (12.290 ha, mehr als 3 km entlang der Küste) bilden den Nordsektor. Der Südsektor erstreckt sich zwischen dem Süden von Machalilla und dem Norden von Puerto López und schließt die „isla de Salango“ mit ein (34.393 ha, mehr als 3 km entlang der Küste und um die Küste herum). Zuletzt die „isla de la Plata“ dessen Trockenwald aufgrund der Unterschiede in Zusammensetzung an Arten und Habitaten vom Rest des Parks abgegrenzt wird
Der Achi Hügel befindet sich auf dem Weg zwischen Jipijapa und Puerto Cayo und bildet Teil der Küstenbergkette Richtung Norden des Machalilla Nationalparks.
Auch ein Teil der Flußebene Ayampe im Mittelbereich der Chongón-Colonche Bergkette gehört mit dazu. Diese zuletzt genannte Ebene liegt an der Grenze zwischen Manabí und Guayas. Hier befindet sich das Naturreservat Cantalapiedra mit 320 Hektar. Es ist zu betonen, dass sich in dieser Zone archäologische Reste der wichtigsten Kulturen der ecuadorianischen Küste (wie die Valdivia-Kultur) befinden.
Der Machalilla Nationalpark und die verbleibenden Wälder der umliegenden Regionen beinhalten Bereiche von Feuchtwäldern die dem andinen Nebelwald der hochgelegenen Gebirgsregionen ähneln. An den tiefst gelegensten Hängen wandelt er sich zunehmend zu einem Wald mit laubabwerfender Vegetation. Richtung Küste wird der Wald trockener und die Vegetation  strauch- und buschartig. Es existieren Spezies des „cactus caudones“ oder „cactus candelabro“. Die repräsentativsten Bäume gehören zu den Familien Mimosaceae und Capparidaceae. Im Primärwald wachsen die Bambusart „caña guadua” und große Bäume wie zum Beispiel „matapalo“, eine Ficusart. In anderen Zonen dominieren Palmen oder „Tagua“. Dies sind im Allgemeinen Zonen, in die stärker eingegriffen wurde. 

Avifauna (Vogelarten)
Die Artenvielfalt ist hoch im Nationalpark Machalilla und seiner Umgebung. Es wurden mehr als 270 Arten registriert, wozu endemische Arten aus Chocó, Tumbesina und den typischen andinen Nebelwäldern zählen. Außerdem gibt es eine erhöhte Zahl an weltweit bedrohten Arten und kurz vor der Bedrohung stehender Arten (16), ebenso wie einige bedrohte Arten nur in Ecuador. Einige dieser Arten haben wichtige Populationen in der Region und andere weisen zusätzliche Aufzeichnungen in sehr wenigen Orten Ecuadors auf. So zum Beispiel „Acestrura bombus” (Kolibriart), Acestrura berlepschi (Kolibriart),  und Carduelis siemiradzkii  (Finkenart).

Andere Flora und Fauna
Die Region weist eine große Diversität an Säugetieren und anderen Tiergruppen auf. Einige Arten haben wichtige Populationen innerhalb des Parks, einschließlich Arten die momentan sehr selten an der ecuadorianischen Küste sind,  wie Jaguar („Panthera onca“) ,Mantelbrüllaffe („Alouatta palliata“), Kapuzineraffe („Cebus capucinus“), „Leopardus spp“ (Ozelot u.a.), Krabbenwaschbär („Procyon cancrivorus“), Tayra (Marderart „Eira barbara“) und Eichhörnchen („Sciurus stramineus“). Meeresschildkröten legen ihre Eier an den Stränden des Parks ab und Buckelwale („Megaptera novaeangliae“) besuchen die Küsten, wo auch die Vielfalt der Fische (besonders Fische die mit Korallenriffe vergesellschaftet sind) eine große Rolle spielt.

Bezüglich der Herpetofauna (Reptilien und Amphibien) existieren Amphibienarten, die in der Region fast endemisch sind: „Colostethus machalilla“ (Froschart), „Porthidium arcosae“ (Otterart (Schlange))  ebenfalls endemisch, zusammen mit einer bemerkenswerten Vieltfalt an anderen Amphibien und Reptilien.

Schutz

Der Machalilla Nationalpark wurde im Juli 1979 gegründet. In der Ebene des Flußes Ayampe liegt das Naturreservat Cantalapiedra, welches von der Korporation Amingay geführt wird. Dort werden Maßnahmen zur Aufrechterhaltung und Pflege unabhängig vom Park durchgeführt. Der Machalilla Nationalpark wurde 1990 als Ramsar-Gebiet erklärt.

Attraktivität

Der Eingang zur Kommune „Agua Blanca“ liegt 5 Kilometer nördlich von Puerto Lopez. Es handelt sich hierbei um ein Gebiet mit verstreuten Keramikresten und architektonischen Strukturen die noch rekonstruiert werden können.

Die Erholungsregion Los Frailes liegt im Süden des Dorfes Machalilla. Aufgrund seiner hohen Klippen, seiner ungestörten Sandstrände und Felsen, welche man über einen Trockenwald mit typischen Blumen- und Tierarten der Zone erreicht handelt es sich um eine besonders schöne Zone.

 

Fünf Kilometer südlich von Puerto López liegt das kleine Örtchen Salango mit seinem archäologischen Museum. Hier werden Reste der regionalen precolumbianischen Kultur ausgestellt. Dort gibt es auch eine Auffangstation für Tiere, die alleine in der Natur nicht überlebensfähig wären.

Die Isla de la Plata befindet sich eine Stunde Fahrt von Puerto Lopez entfernt. Vor erst wenigen Jahren wurde sie für den Tourismus geöffnet, da ihr Erhaltungsstatus sehr gut ist.

Der meist genutzte Wanderweg nach San Sebastián erfolgt über die Kommune Agua Blanca (etwa 10 km mehr) als über den Weg von Rio Blanco aus.

Der Aussichtspunkt „los Piqueros“ befindet sich wenige Minuten südlich von Puerto Lopez. Von dort erhält man einen eindrucksvollen Blick über die naheliegenden Küsten. Weitere 2 km südlich liegt der Fels „Punta Mala“ (eine charakteristische geologische Formation)

Die Inseln „El Ahorcado“ und Salango erreicht man in ungefähr 30 Minuten Fahrtzeit. Sie zu begehen ist allerdings nicht möglich. Dieser Bereich ist vor allem wegen seiner felsigen Riffe interessant für Taucher.

„La Playita“ ist ein schöner Strand zum Zeitvertreib, der für gewöhnlich von April bis Oktober geöffnet ist. Die übrigen Monate bleibt der Strand für den öffentlichen Besuch geschlossen, da Meeresschildkröten diesen für ihre Eiablage nutzen.

 

FUENTE: MINISTERIO DEL AMBIENTE

  •  

  • Galerie Machalilla Nationalpark

Aventuras La Plata Touranbieter
Puerto Lopez - Manabi - Ecuador.